Tarifvertrag igm stuttgart kfz

IndustriAll Europe begrüßt den am 6. Februar zwischen der IG Metall und Südwestmetall unterzeichneten Tarifvertrag. Das Abkommen steht an der Spitze der Tarifverhandlungen und ist ein positives Beispiel für die Sozialpartner nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Am Dienstag kündigte Audi an, bis 2025 9.500 seiner 61.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen und nur 2.000 Experten für E-Mobilität und andere zukunftsorientierte Bereiche einzustellen. Das Unternehmen einigte sich nach monatelangen Verhandlungen mit dem Betriebsrat auf die Kürzungen. Dick sagte der Stuttgarter Zeitung, die IG Metall müsse in der Anfang 2020 beginnenden Tarifrunde Zugeständnisse machen: “Ohne Opfer wird der Wandel nicht gelingen”. Es ging um mehr als eine Vereinbarung, es ging um die “Zukunft der Sozialpartnerschaft” mit den Gewerkschaften. Laut Zitzelsberger verhandelt die IG Metall bereits über Kostensenkungspläne und Personalabbau in 160 Metallunternehmen in Baden-Württemberg. Die Vereinbarung zwischen der Gewerkschaft IG Metall und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall sieht eine Erhöhung um 4,3 Prozent ab April und andere Zahlungen auf 27 Monate vor. Die neue Vereinbarung der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, die als Pilotvereinbarung für andere Tarifrunden in Deutschland gelten soll, ist ein positives politisches Signal für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Es zeigt, dass wir die Krisenzeit beenden und dass die Arbeitnehmer für ihre Rechte für einen fairen Anteil an der Erholung eintreten. Die Vereinbarung zeigt auch, dass die “Flexibilität” am Arbeitsplatz nicht nur von den Arbeitgebern, sondern auch von den Arbeitnehmern festgelegt werden sollte. Es gibt drei Hauptausleinen aus der Vereinbarung, die sich auf Löhne, Arbeitszeit und den so genannten Tariflohnzuschlag beziehen.

Arbeitszeit• Ab 2019 ein Recht für alle Vollzeitbeschäftigten mit mehr als 2 Jahren Betriebszugehörigkeit, ihre Wochenarbeitszeit für 6 bis 24 Monate auf 28 Stunden zu reduzieren. Nach Ablauf dieses Zeitraums haben die Arbeitskräfte das Recht, den Vorgang zu wiederholen. • Die vorübergehend reduzierte (28 Stunden) Wochenarbeitszeit wird auf 10 % der Erwerbsbevölkerung begrenzt. Beantragen mehr als 10 % der Arbeitnehmer eine Verkürzung der Arbeitszeit, Vorrang haben dann diejenigen, die Schichtarbeit, Pflege von Angehörigen oder kleinkinderfürsorge (bis 8 Jahre) leisten.• Die Arbeitgeber haben auch die Möglichkeit, Arbeitnehmer mit 40-Stunden-Verträgen zu beschäftigen (derzeit auf 18 %/13 % aller Verträge je nach Tarifregion festgelegt), aber die Betriebsräte werden mehr und stärkere Widerspruchsrechte haben, wenn die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 35,9 Wochenstunden über alle Arbeitnehmer hinausgeht. Häberle, der selbst im Aufsichtsrat sitzt und an den Entscheidungen des Vorstands beteiligt ist, wies darauf hin, dass der Standort Untertürkheim nicht sicher sei und er bereits einem Stellenabbau zugestimmt habe. “Statt mit uns Zukunftsperspektiven zu entwickeln, kündigen mehrere Unternehmen Stellenabbau und Produktionsverlagerungen an”, beklagte er. Der Deal betrifft eine halbe Million Beschäftigte im Südwesten Deutschlands, in der Bosch und Daimler leben. Beide Seiten erklärten, sie würden ihre Annahme im ganzen Land empfehlen. Die Streiks in der vergangenen Woche kosteten Autobauer, Automobilzulieferer und Maschinenbauunternehmen fast 200 Millionen Euro an entgangenen Umsätzen, die Unternehmen wie Daimler, BMW und Zulieferer betrafen.